Vom Bauchgefühl zur Strategie: iWay im Interview

Drei Fragen an Markus Vetterli

Geschäftsführer von iWay AG

Was war der Grund, euch dediziert mit dem Thema Unternehmensstrategie auseinanderzusetzen?

Wir waren gut. Wir wussten, was wir tun. Und genau das war die Herausforderung.

Wenn ein Unternehmen über 20 Jahre wächst, entwickelt sich eine Art innere Logik – Entscheidungen entstehen aus Erfahrung, aus Bauchgefühl, aus dem, was gestern funktioniert hat. Das ist wertvoll. Aber es ist keine Strategie.

Irgendwann haben wir gemerkt: Wir reagieren mehr, als wir gestalten. Der Markt verändert sich rasant – neue Technologien, neue Konkurrenz, neue Kundenbedürfnisse. Und wir hatten keinen gemeinsamen Kompass, der uns sagte: Das ist unser Weg. Das sind wir. Das nicht.

Der Auslöser war nicht eine Krise – es war die Frage, ob wir in zehn Jahren noch dieselbe Rolle spielen wollen. Und ob wir diese Frage bewusst beantworten oder einfach treiben lassen. Wir haben uns für die bewusste Antwort entschieden.

Weshalb habt ihr tfy gewählt, um euch im Strategieprozess begleiten zu lassen?

Strategie kann man auf viele Arten angehen. Man kann grosse Beratungshäuser holen, die mit PowerPoint-Decks und Frameworks ankommen, die anderswo schon hundertmal funktioniert haben. Das war nicht, was wir wollten.

Wir haben tfy gewählt, weil wir das Gefühl hatten: Die verstehen, wie wir ticken. Nicht als Branche. Als Unternehmen. Auf Augenhöhe.
Was uns zusätzlich überzeugt hat, war die Haltung: keine vorgefertigten Antworten, keine Copy-Paste-Strategie. Die Fragen, die sie gestellt haben, waren unbequem – und das war gut so.

Wir sind ein Schweizer KMU mit einer starken eigenen Kultur und DNA. Wir wollten keine externe Strategie, die über uns gestülpt wird. Wir wollten eine Strategie, die wirklich von uns kommt – die unser Team mitträgt, weil sie aus unseren eigenen Stärken und Überzeugungen gewachsen ist.

Strategie entsteht im Dialog, manchmal im Widerspruch, manchmal in unbequemen Momenten. Dafür brauchst du jemanden, dem du vertraust. Und dem du auch widersprechen kannst. tfy hat genau das ermöglicht. Sie haben begleitet, nicht geführt. Und das ist ein grosser Unterschied.

Was hat euch der Strategieprozess ganz konkret gebracht?

Wir haben ein klares Strategiedokument – mit Leitbild, Zielkundensegmentierung und geschärftem Angebot. Das war wichtig. Aber die eigentliche Erkenntnis war eine andere. Der grösste Hebel liegt nicht im Markt. Er liegt in uns. In unseren Prozessen, unseren Strukturen, unserer Art zu arbeiten. Optimierung und Automatisierung sind für uns keine IT-Themen – sie sind strategische Priorität.

Und das Führungsteam? Entscheidet heute schneller. Nicht weil wir weniger diskutieren – sondern weil wir wissen, wofür wir stehen.

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